Für Morbus Menière Kranke ist es eine Qual;
bei einer Attacke erleben sie einen Drehschwindel über mehrere Stunden, oft gefolgt von Überlkeit und Erbrechen. Auch die sie umgebenden Stimmen und Geräusche nehmen die Anfallsgeplagten oftmals nur als tiefes, brummendes Ohrgeräusch wahr. Das Tückische dieser Erkrankung ist, dass jeder Anfall Spuren im Innenohr hinterlässt die zu einem fortschreitenden Hörverlust, bis hin zur vollständigen Ertaubung führen können. Der einzige Weg, sich aus diesem Teufelskreis zu befreien, ist oftmals nur die Zerstörung des Innenohrs. Mit der absichtlichen medikamentösen Zerstörung des Innenohrs verschwinden auch die Attacken. Bei einem weniger schlimmen Verlauf der Erkrankung lassen die Drehschwindelattacken nach ca. sieben Jahren automatisch nach, allerdings ist zu diesem Zeitpunkt das Gehör schon so weit geschädigt, dass den Patienten nur noch mit einem Hörgerät oder Cochlea Implantat geholfen werden kann.

oder Hörakustik 2/09





