OneHelp!

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Barbara Wenk - Zentralpräsidentin von pro audito schweiz

E-Mail Drucken

Seit 1992 trage ich ein Hörgerät ab 1998 sind es deren zwei. Wie kommt es dazu? Mein Gehör hat sich innert einem Jahr so sehr verschlechtert, dass ich mit der Kommunikation vor allem in grösseren Gesellschaften nicht mehr zu recht kam. Ich entschloss die mikroskopische Operation der Gehörknöchelchen zu machen. Das Ergebnis enttäuschte mich, mein Hörvermögen war wieder besser, doch in grösseren Gesellschaften hatte ich immer noch grosse Mühe die Gesprächspartner richtig zu verstehen. Ich entschied mich für ein Hörgerät, da mein anderes Gehör noch gut war. Nach mehreren Jahren war die Zeit gekommen beide Ohren technisch zu versorgen. Es war wunderbar für mich. Ich war wieder integriert.
Barbara Wenk

Mein schlechtes Hörvermögen brachte mir meine Aufgabe, die mich heute voll ausfüllt. Ich engagierte mich im Vorstand von pro audito Region Aarau. 1992 wollte mir die IV mein Hörgerät nicht bezahlen, da ich ja nur „Mutter“ war. Ich machte Rekurs und ging bis vor Obergericht, wo ich Recht bekam und die IV mir das Hörgerät subventionieren musste. Mein Gerichtsurteil machte ich bei pro audito schweiz bekannt und schon war ich in einer Kommission von pro audito schweiz eingebunden. Mein Engagement machte mich bald in den Vereinsvorständen der damals über 60 Vereinen bekannt.


Von der pro audito schweiz Delegiertenversammlung wurde ich am 7. Juni 1997  zur Zentralpräsidentin gewählt. Seit diesem Tag setze ich mich für die Integration und die Rechte der Hörbehinderten ein.

Von 1997 – 2000 war ich Delegierte von pro audito schweiz im Vorstand von Pro Infirmis Schweiz.

Als Vizepräsidentin vertrat ich die Interessen von pro audito schweiz von 2001 – 2006 im Weltverband IFHOH – International Federation of hard of Hearing People. In dieser Funktion hatte ich engen Kontakt zum WHO in Genf und zur UNO in New York. Am Weltkongress in Sydney, Australien, trug ich das Referat: “Hard of Hearing and Late Deafended in the hospital” vor. Am Weltkongress 2004 in Helsinki, Finnland, sprach ich über: „A national organization of the hard of hearing people on its way toward becoming a consumer“

Ich hatte 2002 ein Interview in der Tagesschau und durfte in der Gesundheitssendung von Dr. Stutz des Schweizer Fernsehens mitwirken. Mehrmals wurde ich in der Sendung Puls des SF DRS mit eingebunden.

Als bisheriger Höhepunkt meines Engagements ist die Gründung der parlamentarischen Gruppe Hörbehinderung am 9. Dezember 2009. In kürzester Zeit haben sich über 40 National- und Ständeräte aller Parteien dieser Gruppe angeschlossen.  
Parlamentarische Gruppe Hörbehinderung
Aktuell ist die sechste IV-Revision eine grosse Herausforderung. Da geht es um Alles. Die Sozialversicherungen müssen sparen. Es darf nicht sein, dass wegen dem Spardruck des Bundes Hörbehinderte ihre Hilfsmittel, die sie zur Integration dringend brauchen, selber bezahlen müssen. Es darf auch nicht sein, dass Hörgerätehersteller auf dem Buckel der Betroffenen und der Sozialversicherungen überrissene Gewinne generieren. Die parlamentarische Gruppe Hörbehinderung wird sich in diesem Punkt erstmals für pro audito schweiz und uns Betroffene engagieren.

www.pro-audito.ch